Da wir dieses Jahr ein wenig später unterwegs waren und eine Fahrt nach Südschweden sich nicht gelohnt hätte, haben wir uns für einen Kanutrip in Südfrankreich entschieden. Die Boote, Paddel, Rettungswesten und den Rücktransport haben wir über http://horizonte-erlebnisreisen.de gebucht.
[map style=“width: auto; height:300px; margin:20px 0px 20px 0px; border: 1px solid black;“ maptype=“OSM“ gpx=“http://sgerth.org/wp-content/uploads/20120819_Ognon.gpx“ download=“no“]
Die „kurze“ Anreise war sehr angenehm und da wir nur zu viert unterwegs waren, sind wir auch nur mit einem Auto gefahren. Den ersten Abend haben wir noch am Campingplatz Villersexel genossen bevor unsere erste Flußfahrt startete.
[singlepic id=413 w=300 h=200 mode= float=]
Am nächsten Morgen haben wir unseren Veranstalter von Horizonte-Erlebnisreisen getroffen, der glücklicherweise zur gleichen Zeit dort auch eine geführte Tour organisiert hatte. Somit war es möglich dass er uns einen Tag früher schon die Boote gegeben hat. Dieser brachte uns und unser Gepäck ein wenig weiter nördlich nach Les Aynans von wo aus wir unsere Tour gestartet haben. Nach kurzer Zeit haben wir schon an einer idyllischen Stelle unsere Mittagspause eingelegt. Den restlichen Nachmittag sind wir dann noch gepaddelt, bis wir eine schöne Stelle für unser Nachtlager gefunden haben. Generell haben wir komplett auf Feuer aufgrund von Waldbrandgefahr verzichtet! Unsere Speisen wurden auf dem Gaskocher zubereitet, ausser wir haben einen Rastplatz gefunden bei dem offenes Feuer erlaubt war.
[singlepic id=415 w=320 h=240 float=]
Mit einbrechender Dunkelheit kam der Nebel und mit dem Nebel einige Pferde die sehr sehr neugierig waren und bis ans Lager gekommen sind. Als sie festgestellt haben dass wir uninteressant sind, haben wir eine ruhige Nacht gehabt.
[singlepic id=416 w=320 h=240 float=]
Am nächsten morgen wurde schnell gepackt (ok, wir sind erst um 10 wieder losgekommen) und der ganze Tag plätscherte wortwörtlich vor sich hin. Nach einem kurzem Stop zum Wasser holen haben wir am Abend den Campingplatz in Montbozon erreicht. Dieser ist sehr minimalistisch und liegt schön direkt an einer Staustufe.
[singlepic id=417 w=320 h=240 float=]
Nach einigen weiteren Staustufen und den Baumhaushotels, kamen wir zu einem alten verfallenem Schloss. Hier schlugen wir zum Mittagessen unser Lager auf.
[singlepic id=418 w=320 h=240 float=]
Der heutige Tag war sehr kurz, da wir eine wunderbare Flussbiegung gefunden haben in der wir ein schönes Bad zur Abkühlung nehmen konnten. In diesem Hochwasserschutzgebiet hatten wir auf den Kiesbänken auch unser einziges Feuer für diesen Urlaub.
[singlepic id=419 w=320 h=240 float=]
Dieses Vergnügen hielt jedoch nicht lange an, denn nach Einbruch der Dunkelheit entschieden sich gefühlte 100 000 Falter sich auf das Feuer zu stürzen und sich umzubringen.
[singlepic id=420 w=320 h=240 float=]
Nach dem Löschen des Feuers, konnten wir am Horizont unser erstes Wärmegewitter beobachten. Der nächste Tag war wieder sehr sonnig und gleich am Morgen begleiteten uns zwei Störche auf unserer Kanutour. Sobald der Fluss breiter wurde suchten wir uns einen schönen Platz für unser Mittagessen. Dort konnten wir auch einen Angler beobachten, der sich trotz unserer Kanus nicht bei seiner Arbeit stören lies.
[singlepic id=422 w=320 h=240 float=]
Der folgende Streckenabschnitt war eine Mischung zwischen breitem Fluss und kleinen Seen und es war teilweise wieder sehr seicht. Wenn man nicht aufpasste, blieb man in den dichten Algen hängen und musste sogar aus dem Boot aussteigen um dieses wieder in Gang zu setzen. Am Abend fanden wir dann einen Rastplatz in der Nähe einer sehr breiten Flussbiegung und konnten dort den Sonnenuntergang geniessen.
[singlepic id=424 w=320 h=240 float=]
So gemütlich der vorherige Tag war, so ereignisreich wurde der nächste. Nach den großen breiten Flussstellen folgten wieder mehrere Staustufen die über Bootsrutschen zu befahren waren. Nahe eines Campingplatzes wurden in solch einer Durchfahrt Holzpfosten angebracht die flussaufwärts leider nicht sichtbar waren. An diesen Holzblöcken drehte sich das Boot und kenterte. Erst durch die tatkräftige Unterstützung zweier Holländer vom Campingplatz war es uns möglich das Boot wieder zu befreien. Wir waren sehr verwundert wieviel so ein Polycarbonat Boot aushält.
[singlepic id=425 w=320 h=240 float=]
Nach der ganzen Aufregung und der damit verbundenen längeren Pause suchten wir uns Flussabwärts einen neuen Rastplatz. Kaum hatten wir die Zelte aufgeschlagen und das Tarp aufgebaut braute sich direkt über uns ein Gewitter zusammen und wurden mal wieder Zeugen von der überwältigenden Kraft von Mutter Natur.
[singlepic id=427 w=320 h=240 float=]
Während wir am nächsten Morgen nur einem wolkigem Tag entgegenblickten änderte sich ab dem Mittagessen diese düstere Stimmung in Dauerregen. Da wir an unserem letzten Tag unsere Zelte nicht in der Nässe aufbauen wollten, haben wir uns vorgenommen bis zum nächsten Campingplatz zu paddeln um dort ein Bungalow zu beziehen. Dies bedeutete jedoch, dass wir an diesem Tag die bisher längste Strecke von knapp 30 km zurückzulegen mussten.